Fermoyle Farmhouse - Fanore

Ein Traum aus einem irischen Roman

Eines schon einmal vorweg genommen - das hier war für mich das Paradies auf Erden. Wer sich Irland mystisch, traditionell, gastfreundlich und naturbelassen wünscht, der sollte hier einchecken! Die Gastgeber Pat und Jessie machten die Unterkunft nicht nur zu einer angenehmen Übernachtungsmöglichkeit, sondern zu einem richtigen Zuhause!

In der behaglichen Stube, die für jeden Gast stets betretbar ist, brannte in dem alten Kamin stets ein behagliches Feuer. Wer Lust hat kann sich davor auf die gemütliche Couch setzen und in einem der zahlreichen Bücher schmökern, die dort im Regal liegen. Auf dem Tisch stand immer ein Wasserkocher sowie Kakao, Marshmallows, Tee und Kaffee bereit. Auch im Kühlschrank konnte man sich jederzeit bedienen. Unser Zimmer erinnerte mich an romantisches Hisorikdrama und moderne Liebesschnulze. Cecilia Ahern hätte hier problemlos ihr PS. Ich liebe dich schreiben können. Wenn man am Morgen die alten Holzläden der Fenster geöffnet hat, sah man als erstes wie der Nebel über die Hänge kroch. Am Abend bot der Himmel ein farbenprächtiges Schauspiel aus Gelb-, Orange- und Violetttönen.Das Frühstück bestand aus irischen, hiesigen Produkton. Joghurt, Obst, Crossaints, Butter, Wurst, Käse - für jeden war etwas dabei. Obwohl am Abreisetag der Großteil meiner traumhaften Reise noch vor mir lag, war ich traurig, weiterziehen zu müssen. Ich würde jederzeit wiederkommen und sogar hier Wurzeln schlagen. Fermoyle Farmhouse in Fanore an der Westküste Clares bekommt von mir 5 von 5 Sternen!

Kingdom House - Killarney

Erfüllte seinen Zweck

Das Kingdom House in Killarney liegt an einer gut befahrenen Straße, was uns nicht weiter gestört hat. Parkplätze gab es 3 Stück direkt vor dem Haus - hier galt: wer zuerst kommt, parkt zuerst, sodass wir uns nach unseren langen Ausflügen oft mit einer Seitenstraße zufriedengeben mussten. Doch das war okay, man findet immer einen Parkplatz. Die Gastgeber waren auch hier freundlich und hilfsbereit, servierten sogar das Frühstück selbst. Man konnte sich zu Toast und Co. auch Panncakes bestellen. Diese waren aber leider kalt. Das Zimmer war zweckmäßig und für 2-3 Übernachtungen in Ordnung. Ansonsten war es sehr klein und heruntergekommen. Preisleistungsverhältnis war dafür aber sehr gut, wie bei all unseren Unterkünften in Irland. Fazit: die Unterkunft diente ihrem Zweck zur Übernachtung und Durchreise. Für einen längeren Urlaub würde ich mich allerdings anderweitig umsehen. 4 von 5 Sternen.

Commons Inn - Cork

Irische Gastfreundschaft - Fehlanzeige

Das Commons Inn in Cork sorgte dafür, dass uns zeitweise die Worte fehlten. Das Hotel an sich ist schön, das Zimmer war sauber, gemütlich und sehr groß. Da gab es gar nichts zu meckern. ABER der "Service" Von irischer Gastfreundschaft hat man hier so gut wie gar nichts bemerkt. Am schlimmsten war es beim Frühstück. Nicht nur, dass Boden und Sitze schon geklebt haben, als wir herein kamen (und wir waren stets mitunter die ersten), das Personal tat so, als wäre es eine Ehre, dass wir uns von ihm bedienen lassen durften. Wenn denn mal bedient wurde. Am liebsten hätte ich eine Warnweste angezogen, um auf mich aufmerksam zu machen. Wenn man dann endlich mal etwas bestellen konnte, wurde auch noch das Falsche gebracht. Und das mit einer Hochnäsigkeit, die eher in ein Königshaus gepasst hätte. Wir gaben dem Personal abends eine zweite Chance, indem wir uns für einen Absacker in der Lounge entschieden. In der Hotellobby wird ja mit großen Plakaten für die Cocktails geworben, also bestellten wir uns ahnungslos einen CCocktail und ernteten vom Personal hilflos-entsetzte Blicke. Zuerst gab es nicht einmal eine Karte dafür - ja, ich weiß, in Irland trinkt man Bier oder Whiskey, aber wie gesagt: es wurde dafür geworben!! - und nach langem suchen reichte man uns einen Wisch, auf dem man ablesen konnte, wie man die Cocktails zubereitet. Dort suchten wir uns also einen aus. Nächstes Problem war die Kartenzahlung. Mit unserer EC-Karte rannte man von einem Kartenlesegerät zum nächsten und nichts funktionierte. Nach etwa zwanzig Minuten klappte es endlich und wir setzten uns mit unserem Cocktail an einen Tisch. Cocktail ist zu viel gesagt. Das Zeug war wie Pudding, man hätte es löffeln müssen. Mit trinken war da nichts. Nach mehreren Versuchen ließen wir es bleiben und köpften auf dem Zimmer eine Flasche Bier. Seitdem müssen wir immer an Irland denken, wo immer wir uns einen Cocktail bestellen und tun es mit gewisser Vorsicht. Fazit: Das Hotel an sich ist gut, der Service aber unterirdisch, sodass ich geradeso 3 Sterne geben kann.

Charles Stewart Hotel - Dublin

Netter Service im Herzen der Großstadt

Das Charles Stewart Hotel liegt im Herzen der irischen Hauptstadt. Zu Fuß sind es keine zehn Minuten ins Zentrum und über die Liffey. Die Rezeption wird 24 Stunden von nettem Personal besetzt. Es gibt einen Aufenthaltsraum mit PC, Büchern und Sitzmöglichkeiten. Unser Zimmer war geräumig und sauber, wenn teilweise auch etwas altbacken eingerichtet. Das Fenster war eine kleine Luke mit Blick auf eine schmutzige Seitengasse, doch das lässt sich in Großstädten bei dem Preis-Leistungs-Verhältnis sicher nicht umgehen. Das Frühstück aus Rührei, gebratener Wurst und Bohnen hat mir nicht geschmeckt, aber das liegt einfach daran, dass wir Europäer (oder der ganze Rest der Welt bis auf England) diese Art von Frühstück nicht mögen, glaube ich ;) Ansonsten kann ich dem Hotel guten Gewissens 4 von 5 Sternen geben.

Grande Baia Resort - San Teodoro

Paradies mit Blick auf die Isola Molara

Hier bleiben wirklich keine Wünsche offen! Das paradiesische Grande Baia Resort liegt direkt am Meer, abseits von San Teodoro. Ganze Dörfer an kleinen Finkas bilden hier eine große Einheit. Saubere Wege schlängeln sich durch die gepflegten Rasenflächen vorbei an einem Tennisplatz, dem Miniclub bis hinauf zum Pool und den beiden Restaurants. Auch hier blieben weder morgens noch Abends an den reichhaltigen Buffets Wünsche offen. Das freundliche Personal ist immer zur Stelle. Sei es zur Animation am Pool, Bespaßung der Kids oder wenn es um eine Erfrischung geht. Auch in der Hochsaison findet sich an diesem malerischen Ort auf dem schönen Sardinien immer eine Liege am Pool. Abends gibt es immer Livemusik. Nicht selten saßen wir lange draußen, genossen die Wärme und das Unterhaltungsprogramm bei einem leckeren Cocktail. Ungefähr fünf Gehminuten vom Resort entfernt liegt ein kleiner Wildstrand, der perfekt für Leute ist, die es ruhig und abgeschieden mögen. Wer aber auf Karibikflair, butterweiche Sandstrände und Smaragdblaues Wasser aus ist, fährt mit dem Auto 10 Minuten an den Lu Impostu, wo all seine Wünsche erfüllt werden. Wir haben in einer Finka der gehobenen Klasse gewohnt, die jedoch nicht viel mehr als die normalen gekostet hat. Sie war sauber und super schick. Nach einem langen Tag kann man von einer der oberen Terassen oder vom Pool aus direkt aufs Meer sehen, wo die Insel Isola Molara- einem riesigen Fels gleich - auf dem Meer treibt. Am liebsten möchte man für immer bleiben, daher 5 von 5 Sternen!

Hotel Santa Lucia - Capoterra

Im Industriegebiet unter Palmen

Das Hotel Santa Lucia liegt unweit der sardischen Hauptstadt Cagliari in Capoterra etwas abschüssig in einem Industriegebiet. Im ersten Moment schreckt die Lage etwas ab, doch das hält nur solange an, bis man durch das Tor zum Hotel gegangen ist. Riesige Palmen säumen den Eingang. Das Innere des Hotels ist modern, luxeriös und picobello sauber. Die Angestellten sind freundlich und hilfsbereit und buchen sogar Tagesausflüge zb. Segeltörns für euch. Im großen Außenbereich ist nichts mehr von Gewerbegebiet zu sehen, denn der riesige Garten ist von hohen, blühenden Hecken umrahmt. Der Pool ist groß und gefüllt mit glasklarem Wasser. Einige der Liegen benötigen eine Generalüberholung, ansonsten gibt es hier nichts zu meckern. Das freundliche Personal bringt auf Wunsch jederzeit Getränke an den Pool. Frühstück und Abendessen sind ebenfalls tipptopp, wie auch das Zimmer. Jedes davon hat entweder eine weitläufige Terrasse oder einen Balkon. 4 von 5 Sternen!

PremierInn - Frankfurt

Gemütlicher Luxus zum kleinen Preis

In Frankfurt werdet ihr viele Übernachtungsmöglichkeiten finden, doch vom Preis-Leistungs-Verhältnis hat uns das PremierInn auf jeden Fall überzeugt.

Äußerlich ganz unscheinbar besticht es schon im Foyer durch seinen einzigartigen Style. Die Lounge erinnert an eine riesige Bibliothek. Die Zimmer werden von einem angenehmen Lila-Ton beherrscht.

Auch beim Frühstück blieben keine Wünsche offen - große Auswahl und sehr, sehr lecker zubereitet von überaus freundlichen Angestellten. In der Nähe des Hotels befindet sich gleich die Station für die Stadtrundfahrt-Busse. Was will man mehr!


Travellodge London

Durchwachsen

Da das Zimmer nicht spektakulär war (es hatte nicht einmal einen Schrank zum Sachen-Verstauen), habe ich dieses mal kein Foto für euch. An der Sauberkeit hat es ebenfalls an einigen Ecken gehapert. Meine schmutzige Tasse wurde erst nach zwei Tagen sauber gemacht und dies auch nur, weil ich sie ins Waschbecken stellte. Die Lobby war ganz geschmackvoll und das Frühstück für englische Verhältnisse lecker und mit einer Auswahl, die für 5 Tage in Ordnung war. Wenn man allerdings 2 Wochen hier verbringt, dürfte einem das Angebot bald über sein. Die Freundlichkeit der Angestellten war bis auf eine Ausnahme gut. Diese Dame ließ uns am Ankunftstag grundlos zappeln bis wir aufs Zimmer durften (über eine Stunde). Hätten wir zehn Pfund bezahlt, hätten wir sofort einchecken dürfen. Wir haben uns nicht besonders willkommen gefühlt, vielleicht ist das aber einfach nur die Londoner Attitüde, da auch die Menschen auf den Straßen rücksichtslos und kühl waren. Mit ach und krach gebe ich 3 von 5 Sternen.


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