Tag 9 – Cockles and Mussels

Nach dem Disaster der mußdicken Cocktails waren wir heute erleichtert, als wir das Commons Inn nach dem unverdaulichen Frühstück hinter uns lassen konnten. Im Regen ging es auf nach Dublin.

 

Den ersten Zwischenstopp legten wir am Lishmore Castle ein, das man leider nur von außen bewundern kann, da es sich in Privatbesitz befindet. Danach machten wir uns auf nach Kilkenny. Dort bewunderten wir das Kilkenny Castle, die Black Abbey, St. Canices Church und St. Marys Cathedral und ich finde, dass Kilkenny die schönsten (Dublin eingeschlossen!!) Gotteshäuser hat.

Die Regenwolken verzogen sich, als wir uns auf den Weg zu unserer vierten und letzten Unterkunft machten – nämlich dem Charles Stewart Hotel in Dublin. Auf der Fahrt strahlte ein Regenbogen nach dem anderen über uns am Himmel und ich fühlte mich mal wieder wie im Märchen. Auf Fotos kommt so etwas einfach nicht rüber – eine Erfahrung, die ich in Irland an beinahe jeder Ecke machte.

Nachdem wir es uns in der neuen Bleibe heimisch gemacht hatten, machten wir noch einen kleinen Abendspaziergang durch Dublin. Dabei zog es uns in einen der unzähligen Carrol-Souvenirshops – ich im Ausnahmezustand! Ich kaufte für das Baby meiner besten Freundin einen Strampler, an dem ich schon in anderen Souvenirshops nur mit viel Mühe vorbei gegangen bin und eine Schneekugel für meine eigene Sammlung.

Auf der Ha’pennys Bridge wandelte ich auf den Spuren meiner Protagonistin aus meinem 2018 erscheinenden Liebesroman „Gibt es dich?“

Fakt am Rande: Wusstet ihr, dass die Ha’pennys Bridge ihren Namen noch aus einer Zeit hat, an welcher man Wegezoll entrichten musste, wenn man die Liffey an dieser Stelle der Stadt überqueren wollte? Und zwar einen halben Penny – a half Penny – Ha’penny.

Nach dem Shoppingausflug im Carrols streiften wir durch das sagenhafte Kneipenviertel Tempel Bar und gingen in die berühmtberüchtigte Kneipe Tempel Bar, wo uns laute Livemusik und eine wahre Menschenflut begrüßte. Jeder klatschte und sang mit zu Songs wir „Losing my Religion“ Hier pulsiert das Leben.

Obwohl Dublin eine große Stadt ist, ist sie dennoch charmant, sauber und bezaubernd. Ich weiß nicht, woran es liegt – an der Uferpromenade, den unzähligen üppigsprießenden Blumenkübeln, die einfach überall herumstehen, den bunten Lichterketten überall, der lauten allgegenwärtigen Musik? Ich weiß nur eins – ich habe meinen Himmel gefunden.

Funfact: Die Parks werden in Dublin abends zugesperrt! Dabei nehmen es die Iren mit der Uhrzeit nicht so genau, das kann auch mal zehn Minuten vor Schließzeit geschehen. Beim Spaziergang im Merrions Square Park wurden beinahe eingeschlossen. Wir rannten alle Tore ab, bis wir in letzter Minute das eine fanden, welches noch offen stand und uns wieder in die Nacht entließ.

 


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Comments: 1
  • #1

    Steffi (Tuesday, 19 February 2019 21:22)

    Liebe Jo,
    dein Beitrag ruft in mir die Erinnerungen meiner Dublin Reise hervor. Die ist zwar schon ne ganze Weile her, aber ich erinnere mich sehr gern daran zurück!

    Liebe Grüße
    Steffi | Reiselust und Fernweh