Traumhaftes Sardinien

Als ich meine Sardinienreise buchte, entschien ich mich, meinen Aufenthalt auf zwei verschiedene Orte zu verteilen. Schon bei der Auswahl der Unterkünfte habe ich gemerkt, wie sehr sich der Norden vom Süden der Insel unterscheidet.
Im Norden liegt die Costa Smeralda, Ankerpunkt der Schönen und Reichen. Hier erstrecken sich kilometerlange Strände mit butterweichem Sand und kristallklarem Wasser, das an die Karibik erinnert. Zahlreiche Hotelanlagen mit Privatstrand, Flanniermeilen und Einkaufsmöglichkeiten lassen keine Wünsche offen.
Der Süden dagegen besticht durch seine naturbelassenen Strände. Da die Gegend weniger touristisch erschlossen ist, war es für uns eine Herausforderung, ein Hotel zu finden. Dafür hat man hier seine Ruhe und kommt in den Genuss, echte Einheimische zu treffen.

Mein Reisebericht über Sardinien gliedert sich also in meinen Aufenthalt in San Teodoro nahe Olbia im Norden und der Inselhauptstadt Cagliari im Süden auf.


Reisetipps Sardinien

1. Grundkentnisse Italienisch

Sardinien ist nicht der Gardasee. Fernab von Hotels und sonstigen großen Anlagen sprechen die Sarden nur Italienisch. Also kein Englisch, von Deutsch ganz zu schweigen! Ihr müsst nicht gleich einen Hochschulkurz besuchen, ich habe einige Monate vor der Reise den kostenlosen Duolingokurs gemacht und kam damit super zurecht. Zusätzlich hatte ich dieses kleine Reisewörterbuch bei mir, was mir sehr gute Dienste, gerade beim Bestellungenaufgeben in diversen Restaurants, geleistet hat.

 

2. Geduld beim Autofahren

Deutsche habens hier nicht leicht. Obwohl ich alles andere als eine Raserin bin, war ich oftmals kurz davor, vor Wut ins Lenkrad zu beißen. Die Sarden sind definitiv gemütliche Fahrer und zu genau mit den Verkehrsregeln nehmen sie es nicht, da wird gern mal mitten im Kreisverkehrt gehalten, um in Ruhe zu telefonieren.

 

3. Abzocke am Strand

An allen touristischen Stränden werdet ihr diverse Verkäufer sehen, wie schwerbepackt mit ihren Waren den Strand ablaufen und bisweilen sehr penetrant sind. Wenn ihr nicht unbedingt etwas kaufen wollt, lasst euch gar nicht erst auf ein Gespräch ein. Das ist wie bei aggressiven Hunden: Blickkontakt vermeiden ;)
Dazu gibt es diverse Strände, an denen ihr nicht einfach euer Lager aufschlagen könnt. Hier ist Bleiben nur gestattet, wenn ihr eine Liege bezahlt. Verlangt dazu unbedingt eine Quittung, wenn euch das Geld abgeknöpft wird. So verhindert ihr, dass ihr doppelt dran seid. Ich hatte zum Beispiel den Fall, dass nirgends ein Stundensatz stand und mir einfach für 2 Stunden meine 20 Euro, die ich eigentlich für ein Eis dabei hatte, für zwei Liegen abgeknöpft wurden.

 

4. Städtetrips

Überlegt euch genau, wann ihr Einkausbummel oder Stadtbesichtigungen plant. Auf Sardinien ist es heiß. 25° fühlen sich mal schnell wie 33° an und der Asphalt der Städte tut sein Übriges. Achtet unbedingt auf lange, luftdichte Kleidung, sonst holt ihr euch einen schlimmen Sonnenbrand. Am besten ihr geht am frühen Morgen bummeln oder am späten Nachmitag (ab 18 Uhr). In der größten Mittagsglut herrscht ohnehin überall Siesta, sodass die meisten Geschäfte geschlossen sind.